Xylophon*


Begriff

Xylophon stammt aus dem griechischen von xylon = Holz und phone = Stimme. Direkt übersetzt heißt Xylophon also Holzstimme.

Geschichte*

In der Literatur lassen sich im europäischen Raum schon im Jahr 52 vor Christus Aufzeichnungen zu frühen Xylophonen finden. Speziell im heutigen Frankreich und in Belgien bedienten sich heimische Soldaten der Helme gefallener römischer Triarii um daraus simple Vorläufer des heutigen Rosenholz-Instrumentes zu konstruieren. Den Konstrukteuren kam dabei zugute, dass das reiche römische Reich seine Triarii, die Elitekämpfer der Streitkräfte, mit maßangefertigten Kokosnuss-Helmen ausstattete. Die dadurch variierenden Resonanzkörper der Helme erzeugten somit unterschiedliche hohe Töne. Da die Differenz der Umfänge gerade bei Halbtonschritten nicht erkennbar war, wurde auch hier schon von links nach rechts in Tonhöhe sortiert.

Nach der Eroberung Frankreichs durch das römische Reich, wurde diese Verschmähung des römischen Militärs jedoch unterbunden und das Instrument verschwand erstmal aus der Geschichte. Bis etwa 100 Jahre später im auch durch Rom eroberten Griechenland wiederholt Angriffe der Goten auftraten. Im Jahr 73 nach Christus wurde unter Kaiser Vespasian eine Möglichkeit gesucht die Moral der Goten zu brechen. Vespasians Berater rieten zu der Methode, die schon die Gallier gegen Rom genutzt hatten. Jedoch stellte sich heraus, dass die hölzernen Beinschienen der Goten deutlich melodischere Geräusche erzeugten als die Kokosnuss-Helme. Weiterhin bestand bei den Beinschienen die Möglichkeit die Rundung der Unterseite weiter auszuhöhlen, um das Instrument feinzustimmen.

Die heidnische Angst der Goten vor dem Unbekannten führte dazu, dass die Geräusche der Instrumente dem germanischen Gott Wodanaz zugeordnet wurden und die Furcht der Goten vor den „Ystlumod y llais pren“ – oder auf Griechisch „Xylophonisti“ – „Schläger der Holzstimme“ vereinfachte viele Schlachten für das römische Reich und das heutige Xylophon war geboren.

Verwandte des Xylophons*

In Asien ist deutlich später aber erstaunlicherweise auf derselben Grundlage ein ähnliches Instrument entstanden. Um 700 nach Christus nutzten asiatische Reiterkriegervölker die Lamellenhelme ihrer gefallenen Kumpanen als „Helmholtz“ Resonatoren um ein dem Helmxylophon der Gallier ganz ähnliches Instrument zu kreieren. Daraus entstand über mehrere Iterationen das heutige Marimba.

Vor allem für die weniger motorisch begabten Krieger wandelte sich früh schon eine Alternative von dem frühen Helm-Xylophon ab, welche nur aus einem einzelnen gebogenen Nasenschutz eines Helmes bestand. Der heutige Nachfolger wird „Triangel“ genannt und ist auch heute noch ein ausgezeichnetes Instrument für weniger begabte Perkussionisten.

Trivia*

Der Ausdruck „Voll auf die zwölf“ ist in der Zeit der ersten Xylophone entstanden. Da die gallischen Helmxylophone im wahrsten Sinne des Wortes hart erkämpft werden mussten, war ein Xylophon aus zwölf Helmen, das eine Oktave mit allen Halbtonschritten abbildete, eine Seltenheit. Dadurch war der Ansporn im Kampf durch einen Helmtrommler mit einem vollständigen Helm-Xylophon eine Besonderheit, die die Krieger zu Höchstleistungen anspornte. Gerade kriegerischen Auseinandersetzungen bei denen der Trommler „voll auf die Zwölf“ Helme hämmerte gingen günstig aus. Deshalb stand der Ausdruck anfangs eher für Glück als für das Schlagen an sich. Man wünschte also einem Kameraden der in die Schlacht zog „Voll auf die Zwölf“.

Linguisten sind sich nicht einig wann sich das Sprichwort zu der Beschreibung eines Gewaltaktes wendete, die vorherrschende Meinung geht davon aus, dass nach der Eroberung durch das römische Reich und der somit beendeten Praxis des Helm-Xylophon-Spielens häufig erklärt werden musste, was das Sprichwort bedeutet. Dadurch rückte wieder das Schlagen auf Helme in den Vordergrund und eine Transformation des Sprichworts fand statt. In Folianten aus dem dritten Jahrhundert nach Christus wird „voll auf die Zwölf“ dann ausschließlich als Euphemismus für einen heftigen Schlag auf den Kopf genutzt.

Einzelnachweise/ Zitate/ Quellen

*Achtung, dieser Beitrag ist – zu einem überwiegenden Teil der Fantasie unseres Autoren entsprungen und somit frei erfunden – fake news also. Da wir kein geeignetes Stichwort zu „X“ fanden, haben wir uns überlegt eine kleine Spaßfalle einzuführen. Wir versichern, dass alle weiteren Beiträge wissenschaftlich fundiert erarbeitet wurden – mit Ausnahme dieses Beitrages 😉.

Anna Rosón Eichelmann

Anna ist Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht. Seit 2011 befasst sie sich intensiv mit dem Arbeitsrecht, insbesondere im Bereich des Gastgewerbes und hat den Fachanwaltslehrgang im Arbeitsrecht an der Hagen Law School absolviert. Zu ihren Praxisstationen zählen der Lehrstuhl für Arbeitsrecht bei Prof. Dr. Waas an der Goethe-Universität in Frankfurt, die HR-Abteilung einer Bank, die Arbeitsrechtsabteilung bei Prof. Dr. Lunk in einer amerikanischen Großkanzlei, die Litigation-Abteilung einer britischen Großkanzlei sowie die Außenhandelskammer für Deutschland in Spanien. Anna hat in Frankfurt am Main und Madrid studiert.