Midijob (Gleitzone)


Begriff

Der Begriff Midijob ist der umgangssprachliche Ausdruck für die Beschäftigung in der sog. „Gleitzone“ gemäß § 20 II SGB IV und zählt zu den Festanstellungen. Die Gleitzone liegt derzeit in Deutschland bei einer Beschäftigung mit einem Entgelt mit einem Wert zwischen 450,01 und 850 Euro/ Monat. Ab Juli 2019 soll der Beitrag auf 1.300 Euro angehoben werden. Das Entgelt innerhalb der Gleitzone führt zur Versicherungspflicht des Arbeitnehmers, wobei der Arbeitnehmerbeitrag „gleitend“ entsprechend der Höhe der Vergütung ansteigt, bis er bei 850 Euro im Monat den vollen Arbeitnehmerbeitrag erreicht. Damit soll verhindert werden, dass der Sozialversicherungsanteil abrupt ansteigt. Der Arbeitgeber unterliegt der vollen Beitragspflicht, allerdings sind die Abgaben mit 20 % um 10 % geringer als beim Minijob. Der Arbeitnehmer profitiert trotz Zahlung reduzierter Sozialabgaben von einer vollen Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfallversicherung. Midijobs sind jedoch nicht steuerbegünstigt. Werden mehrere Beschäftigungsverhältnisse ausgeübt, so gilt das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt für die Verdienstgrenze. Die Gleitzonenregelung gilt nicht für Auszubildende, sondern nur für Arbeitnehmer oder versicherungspflichtig Beschäftigte.

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Einzelnachweise/ Zitate/ Quellen

Weblinks

Anna Rosón Eichelmann

Anna ist Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht. Seit 2011 befasst sie sich intensiv mit dem Arbeitsrecht, insbesondere im Bereich des Gastgewerbes und hat den Fachanwaltslehrgang im Arbeitsrecht an der Hagen Law School absolviert. Zu ihren Praxisstationen zählen der Lehrstuhl für Arbeitsrecht bei Prof. Dr. Waas an der Goethe-Universität in Frankfurt, die HR-Abteilung einer Bank, die Arbeitsrechtsabteilung bei Prof. Dr. Lunk in einer amerikanischen Großkanzlei, die Litigation-Abteilung einer britischen Großkanzlei sowie die Außenhandelskammer für Deutschland in Spanien. Anna hat in Frankfurt am Main und Madrid studiert.